Beim InfraLab Berlin BizBreakfast können alle, die auf dem EUREF-Campus arbeiten oder an der InfraLab-Community interessiert sind, entspannt in den Tag einsteigen, netzwerken und jedes Mal ein neues Projekt kennenlernen.

Zuletzt waren Charel Feiereisen und Fabian Hub von Ebee unsere Gäste. Ein Start-up, das die öffentliche Ladeinfrakstruktur für Elektrofahrzeuge verbessern will. Derzeit sind Ladestationen nämlich meist noch mit hohen Kosten verbunden.

Anders als auf dem Land, wo man sein Elektroauto häufig bequem zuhause aufladen kann, hat in der Stadt kaum jemand Zugriff auf eine private Stromzufuhr für’s Auto. Anstatt nun jedoch teure Ladestationen zu errichten, wählt Ebee einen anderen Weg.

Laternen als Ladestation für Elektroautos

Wenn man durch Berlin geht, sieht man überall Laternen, die bereits am Stromnetz hängen, und deshalb auch zum Laden von Elektroautos verwendet werden könnten. So hat sich Ebee auf die Entwicklung eines Ladecontrollers fokussiert, der durch Funktionalität und kompakte Bauweise intelligente, kleine und kostengünstige Ladepunkte ermöglicht.

Der Controller übernimmt die Kommunikation mit dem Fahrzeug, bietet eine simple Benutzerschnittstelle, liest bei Bedarf einen Smart Meter aus und steuert – wo vorhanden – die Ladedose inklusive Verriegelung und schaltet den Strom. Er kann außerdem für verschiedene Funktionen konfiguriert werden und so ein Knotenpunkt für allerlei Services sein: Flottenlademanagement, Abfallentsorgungsschnittstelle und vor allem eine Verschmelzung von Cloudservices mit verschiedenen Backends. Mit dem “Modulare Charging Kit” stellt Ebee die nötige kompakte Hardware für intelligentes Laden zur Verfügung, mit der Kunden ganz individuelle Ladelösungen umsetzen können.

Der Ebee Ladecontroller als gemeinsame Schnittstelle

Auf dem EUREF-Campus gibt es derzeit mit einer von InnoZ betriebenen Laterne ein Anwendungsbeispiel. Direkt daneben befindet sich die Haltestelle des autonom fahrenden Busses Olli. Beides könnte zusammen gelegt werden. Außerdem könnte am Bordstein angezeigt werden, wie die Parksituation vor Ort ist (Halteverbot, parkgebührenpflichtig oder nicht). Auch das Messen der Luftqualität an dieser Stelle wäre möglich, man müsse nur einen Partner finden, der den Sensor baut und die bereits vorhandene Schnittstelle mitbenutzt.

Charel und Fabian genügt es nicht, alleine zu arbeiten. Sie wollen Synergien bilden und fragen, wie man effizient gemeinsam handeln kann. Denn der Aufwand ist viel höher, wenn jeder die gleichen Lernkurven generieren muss.

Posted by Maike Hank

Communication Lead | InfraLab Berlin

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