Letzte Woche hat das Ideenlabor unseres Partners BSR ein Team von Greenpack eingeladen, um mehr über das außergewöhnliche Konzept des Berliner Startups zu erfahren.

Greenpack begreift sich nicht als herkömmlichen Akku-Hersteller, sondern sieht seine Stärke in der Kombination von Energiespeicherung und E-Mobilität, erklären Thomas Duscha und Tobias Breyer. Zudem ist dem Start-up die Standardisierung im Hinblick auf Schnittstellen und Geometrie wichtig, schließlich erleichtern Akkus von der Stange Maschinenherstellern auch die Produktentwicklung. Diese können sogar Lizenzen erwerben, um ihre eigenen Greenpacks zu produzieren.

Thomas und Tobias ist zwar klar, dass ihr Produkt in Zukunft nicht alle bestehenden Packs ersetzen wird, doch sie halten die Qualität ihrer Akkus gut genug für viele Anwendungen. Dazu zählen der Einsatz bei Elektroscootern, Lastenfahrrädern und -anhängern, Bodengeräten, wie sie zur Straßenreinigung verwendet werden und Akku-Rucksäcken, aus denen sich kleinere Werkzeuge wie Heckenscheren oder Motorsägen Strom ziehen.

Das Besondere: Die Akkus werden in den Geräten platziert und Nutzer können sich an Automaten jederzeit Nachschub besorgen sowie ihre leere Akkus abgeben, die dann wieder aufgeladen werden.

30 Akku-Automaten für Berlin

Bereits in diesem Jahr soll innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings ein Machbarkeitsnachweis erbracht werden: Greenpack stellt fünf Akku-Automaten im jeweiligen Abstand von maximal drei Kilometern auf, die den Kooperationspartnern zur Verfügung stehen. Schon für nächstes Jahr ist eine größere Abdeckung mit 30 Automaten und die Zusammenarbeit mit anderen Städten geplant.

Die Liste der Greenpack-Kooperationspartner kann sich sehen lassen. Darunter befinden sich Berliner Kurierdienste, Rikscha-Flotten und sogar ein bekannter Discounter. Verständlich, dass am Ende der Präsentation sofort die Frage aufkommt, wie die Zusammenarbeit zwischen BSR und Greenpack aussehen könnte. Schließlich gibt es bei unserem Partner einige Fahrzeuge und Geräte, die bereits elektrisch betrieben werden oder für die eine Umrüstung geplant ist.

Daraus sich eine rege Diskussion über Leistung, Sicherheit, Qualität und Standorte, und selbstverständlich wird auch nachgehakt, wie es denn mit der Entsorgung der Akkus aussieht. Diese könnten laut Greenpack erst einmal günstiger zum Verleih angeboten werden und anschließend noch ein paar Jahre als Pufferspeicher dienen. Bis dahin – so hoffen die Anbieter – gibt es hoffentlich auch bessere Recyclingmöglichkeiten für Lithium-Ionen-Akkus.

Posted by Maike Hank

Communication Lead | InfraLab Berlin

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