Das BSR Ideenlabor beschäftigt sich damit, wie Berlin smart und nachhaltig werden kann – und das auch in Kooperation mit Anderen. Dazu gehören nicht nur die Partner des InfraLabs, sondern auch weitere Unternehmen, vor allem Start-ups. Weil hier jedoch meist Welten aufeinander prallen, hat das BSR-Ideenlabor das Start-up-Team der IHK eingeladen, um Tipps für die Zusammenarbeit zu bekommen.

Julia Lazaro und Melina Hanisch von der IHK Berlin wollen Start-ups bei ihrem Wachstum begleiten. Sie bieten Hilfe an, indem sie Informationen zielgruppenspezifisch aufbereiten und Ansprechpartner und Kontakte vermitteln – auch zu alt eingesessenen, klassischen Unternehmen. Dies passiert im Rahmen von Veranstaltungen wie der “Langen Nacht der Startups” oder “Pitch me!”, einer YouTube-“Ask me anything”-Live-Session oder lokalen Matching-Events.

Die beiden setzen sich außerdem dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für Start-ups in Berlin verbessert werden und haben ein Blog, auf dem sie von ihrer Arbeit berichten und Menschen sowie Projekte vorstellen.

Start-ups und Unternehmen haben unterschiedliche Erwartungshaltungen

Melina und Julia haben festgestellt, dass bei der Zusammenarbeit zwischen Start-ups und klassischen Unternehmen häufig Unzufriedenheit herrscht. Dies liegt unter anderem daran, dass sich Unternehmenskulturen und Erwartungen stark unterscheiden.

So ist Start-ups oft an einem Wachstum gelegen und im Vordergrund steht, zügig ein Produkt auf den Markt zu bringen und dieses erst dann zu optimieren. Die Entscheidungswege sind kurz, so kann schnell etwas beschlossen werden, die Arbeitsweise in Start-ups ist agil. In klassischen Unternehmen herrscht jedoch meist ein anderes Tempo, Entscheidungen können in der Regel nicht spontan getroffen werden, Zustimmungen von vielen Seiten sind erforderlich – vor allem auch, wenn es um den Investitionsrahmen geht.

Einfache Tipps für die Zusammenarbeit mit Start-ups

Melina und Julias Ratschläge an Unternehmen für eine erfolgreiche Kooperation mit Start-ups sind deshalb eigentlich ganz simpel:

  • Offenheit gegenüber Start-ups und deren Kultur – allerdings ohne sich zu verstellen
  • >Erwartung und Ziele von Beginn an klar kommunizieren.
  • Genügend Zeit und Ressourcen bereitstellen
  • Eigene Prozesse und Standards thematisieren

Unternehmen müssen sich im Vorfeld genau fragen: Warum machen wir das? Welche Ziele haben wir? Oder wollen wir einfach nur etwas mehr der Mentalität der Digital Natives ins Unternehmen reinholen?

Start-ups und Unternehmen müssen auf einander zugehen

Eine Zusammenarbeit ist jedoch nur möglich, wenn sich von beiden Seiten angenähert wird. Es geht also nicht nur darum, dass sich die großen Unternehmen anpassen, auch Start-ups müssen offen sein für die Kultur ihrer Partner, das Unternehmen genau unter die Lupe nehmen und im Vorfeld erkennen, worauf sie sich einlassen werden.

Posted by Maike Hank

Communication Lead | InfraLab Berlin

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