Beim InfraLab Berlin BizBreakfast können alle, die auf dem EUREF-Campus arbeiten oder an der InfraLab-Community interessiert sind, entspannt in den Tag einsteigen, netzwerken und jedes Mal ein neues Projekt kennenlernen.

Fabian Schmidt von Neufonie war diese Woche bei uns zu Besuch. Vor 20 Jahren als Spin-off der Technischen Universität Berlin gegründet, beschäftigt sich die Digitalagentur bis heute mit lernenden Systemen und der Verknüpfung von Künstlicher Intelligenz (KI) mit Natural Language Processing (NLP).

Wie kann maschinelles Lernen menschliche Entscheidungs- und Geschäftsprozesse unterstützen und Datensätze in kundenzentrierte Content-Angebote und besseren Service überführen?

Maschinen lesen Texte und schaffen neues Datenwissen

Das Aufbereiten und Analysieren bestehender sowie neuer Textdatensätze ist ein zentraler Ansatz von Neufonie. Texte werden durch Sprachaufbereitung maschinenlesbar, schaffen neue semantische Wissensdatenbestände und ermöglichen detaillierte Qualitätskontrollen von Beiträgen. Kundenwünsche können damit klar erkannt und Beratungsleistung beispielsweise durch die Optimierung von Chatbot-Services personifiziert organisiert oder gar mit KI-basiertem Versand verknüpft werden.

Die KI-Technologie ist auf unterschiedlichen Feldern zur Innovations- und Prozessoptimierung in Organisationen intern wie extern anwendbar. Fabian spricht von Linked-Entity, Topic-Classification und Content-Curation Engine – ein Baukastensystem smarter Mechanismen, die Mehrdeutigkeiten und Begriffsrelationen filtern, aber auch Personen und Zitate in Mitteilungen und Nachrichten zuordnen können. Auf Wunsch kann sogar eine Lexikonfunktion installiert werden, die mittels intelligenter Verschlagwortung Suchergebnisse unmittelbar im Schreibprogramm angezeigt. Das spart Zeit bei der Erstellung von Angebotstexten.

Von den Hausaufgaben bis zur Anwendung

Das Team von Neufonie versteht sich als Forscher und Dienstleister. Mindestens ein Forschungsprojekt betreut Neufonie jährlich zur Weiterentwicklung autonomer Systeme. Für Organisationen bieten sie Schulungen und Beratung an, betreuen Testläufe individueller Business Cases und entwickeln Modelle zur Datenvorverarbeitung. Genau darin liegt auch die aktuelle Herausforderung, denn die meisten Unternehmen haben ihre Eingangsdaten noch nicht ausreichend aufbereitet, um die Basis für KI-gestützte Anwendungen zu schaffen.

Es gibt also noch viel zu tun, bis Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen ihr volles Potenzial in der Praxis zeigen können. Nach dem diesem BizBreakfast wissen wir: Die Technik ist bereit. Seid ihr es auch?

Mehr über das Konzept von künstlicher Intelligenz in Verbindung mit Natural Language Processing könnt ihr euch im Video mit Fabian ansehen.

 

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Lisa Reuter

Posted by Lisa Reuter

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