Beim InfraLab Berlin BizBreakfast können alle, die auf dem EUREF-Campus arbeiten oder an der InfraLab-Community interessiert sind, entspannt in den Tag einsteigen, netzwerken und jedes Mal ein neues Projekt kennenlernen.

Bereits Anfang Februar sind Carl und Philip bei uns eingezogen. Ihre Virtual Reality Meetup Gruppe ist dank über 3000 Mitgliedern die größte in Berlin. Mit ihrem Start-up Meshicon entwickeln sie seit 2017 Augmented Reality Lösungen für Industrie und Produktion, denn die dort genutzten Maschinen und Prozesse werden immer komplexer. Dies erleichtert zwar die Herstellung oder Verarbeitung, erschwert jedoch den Einblick von außen. Zum Glück gibt es inzwischen Tools, um dennoch eine zuverlässige Überwachung und Wartung zu ermöglichen.

 
Carl und Philip setzen auf die Microsoft HoloLens AR Glasses, die es bereits seit vier Jahren gibt. Mit der kabellosen Brille kann man im echten Raum 3D-Modelle sehen, um die man sogar herum gehen kann, da das Gerät die Umgebung stets aufzeichnet. Man kann damit virtuelle Objekte intuitiv anfassen und auch versetzen. So muss man zum Beispiel beim Warten einer Maschine keinen Katalog oder ein Tablet mehr in Händen halten, um an Informationen zu gelangen.

Gerade ist die neueste Generation auf den Markt gekommen, die unter anderem ein noch größeres Sichtfeld bereit hält und wesentlich leichter ist.

Meshicon bringt die Technologie mit konkreten Nutzen zusammen

Carl und Philip erstellen neue Interfaces. So gibt es ein Menüsystem, aus dem man unterschiedliche Funktionen auswählen kann. Darunter der Zugriff auf virtuelle Handbücher, holographische Video Tutorials, 3D-Abbildungen von Maschinen. Muss man zum Beispiel eine Reparatur durchführen, kann man sich mit Hilfe von einfachen Fingerbewegungen das virtuelle 3D-Modelle der defekten Maschine direkt daneben stellen und erhält eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Außerdem kann man in Echtzeit Produktionselemente einer Fabrik aus der Distanz warten.

Schulungen sind ein weiterer wichtige Bereich, in dem von Meshicon entwickelte Anwendungen zum Einsatz kommen. Mit Hilfe eines maßgeschneiderten virtuellen Trainingssystems können zum Beispiel Arbeiter*innen lernen, wie man Dinge zusammen baut oder Maschinen benutzt. Auch haptische Checklisten, deren Nutzung die Abläufe ständig unterbrechen, entfallen auf diese Weise.

Die Technologie lässt sich – gepaart mit Meshicons Anwedungen – auch von Infrastrukturunternehmen gemeinsam nutzen, so wie es bereits andere Unternehmen machen. Denkbar wäre zum Beispiel eine Mixed-Reality-App, die Strom und Wasserleitungen gleichzeitig abbilden.

Die HoloLens ist letztendlich nur die Hardware, die Informationen darstellt. Entscheidend ist die vorangegangene Arbeit wie beispielsweise das Zusammenführen und Aufbereiten der Daten, das Einlesen der Maschinen, das Entwickeln und Erstellen der Tutorials.

Mehr Informationen zu Meshicon und den Anwendungen des Start-ups gibt es im Video.

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Maike Hank

Posted by Maike Hank

Communication Lead | InfraLab Berlin

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